Auf einen Blick: Ja — Kalkputz ist hochgradig diffusionsoffen. μ-Wert 6–10 (sehr niedrig = sehr offen). Wasserdampf passiert die Wand in beide Richtungen. Vergleich: Gipsputz μ 10, Zementputz μ 15, Dispersionsfarbe μ 100+ (versiegelnd).
Wesentliche Fakten
Diffusionsoffenheit (Wasserdampfdurchlässigkeit) wird durch μ-Wert (Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl) ausgedrückt. Kalkputz μ 6–10 — sehr offen. Material gilt als diffusionsoffen ab μ < 50. Kalkputz lässt Wasserdampf passieren in beide Richtungen, ist atmungsaktiv. Bedeutung: Feuchtigkeit aus dem Raum kann durch die Wand entweichen, Mauerwerk-Feuchte kann ausdunsten.
Vergleich anderer Putze
Kalkputz μ 6–10 (hochdiffusionsoffen). Gipsputz μ 10 (offen). Kalkzementputz μ 12–15 (mittel). Zementputz μ 15–20 (gering offen). Kunststoffputz/Dispersion μ 100+ (versiegelnd). Niedrigerer μ = höhere Atmungsaktivität.
Praktische Folgen
Bei diffusionsoffenen Wänden bleibt Raumfeuchte stabil, Schimmel-Risiko sinkt, Mauerwerk-Schäden durch Feuchteeinschluss vermieden. Wichtig: alle Schichten der Wandkonstruktion müssen diffusionsoffen sein — Dampfsperre (Dispersionsanstrich) zerstört den Effekt.
Häufig gestellte Fragen
Wie offen ist Kalkputz?
μ 6–10 — hochdiffusionsoffen.
Vergleich Zementputz?
3–4x offener als Zementputz.
Was zerstört es?
Dispersionsfarbe/Tapete mit Kleisterfilm.
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