Auf einen Blick: Ja — Kalkputz auf Lehmputz funktioniert sehr gut. Beide mineralisch, beide atmungsaktiv, ähnliche Eigenschaften. Klassische Kombination in der Naturbau-Sanierung. Lehmputz vor Auftrag leicht vornässen, Kalkputz dünn auftragen (3–5 mm reichen oft).
Wesentliche Fakten
Lehmputz als Untergrund für Kalkputz ist eine ideale Materialkombination. Beide sind rein mineralisch, beide atmungsaktiv (Lehm μ 5–10, Kalk μ 6–10), beide feuchtigkeitsregulierend. Lehmputz hat eine saugfähige Oberfläche, die Kalkmörtel hervorragend annimmt. Typischer Aufbau: Lehmputz (Wandgrundputz) + 3–5 mm Kalkputz als Endschicht für Schimmel-Resistenz und glatte Optik.
Warum die Kombination funktioniert
Lehm + Kalk = maximal diffusionsoffene Wand. Lehm reguliert Feuchte stark (Hygroskopie), Kalk hemmt Schimmel zusätzlich durch pH. Im Naturbau-Sektor klassische Kombination — Lehm als Wandkern, Kalk als Schutzschicht außen.
Verarbeitung
Lehmputz muss vollständig getrocknet sein (mehrere Tage). Vornässen vor Kalkputz-Auftrag. Kalk-Kalkfeinputz dünn 3–5 mm reichen oft. Bei mehrlagigem Aufbau Trocknungspausen einhalten. Endbearbeitung mit Glättkelle oder Filz.
Häufig gestellte Fragen
Haftet Kalkputz auf Lehm?
Sehr gut — beide mineralisch.
Welche Vorbehandlung?
Lehmputz trocknen lassen, vornässen.
Wie dick auftragen?
3–5 mm reichen meist.
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