Auf einen Blick: Dehnfugen im Estrich werden übernommen: schließen, überspachteln, nach zwei Lagen HERKULES und vor dem Lackieren durchgängig wieder einschneiden, versiegeln, abkleben und mit PU-Dichtstoff schließen. Zwischen Schließen und Einschneiden zügig arbeiten.
Ablauf
- Grundieren – mit der Grundierung, die zur Ausgleichsmasse passt.
- Dehnfuge mit standfester Masse schließen. Die Lage der Fuge an der Wand anzeichnen (ca. 1 cm), damit sie später exakt wieder eingeschnitten werden kann.
- Ausgleichsmasse vollflächig aufbringen, Universal Primer, zwei Lagen HERKULES.
- Vor dem Lackieren die Fuge wieder einschneiden – durchgängig bis an den Rand, sonst reißt es an anderer Stelle. Den Großteil mit Schiene und Trennfräse (Steinblatt, kräftige Absaugung), bis kurz vor die Wand mit dem Winkelschleifer und Steinscheibe, den letzten Zentimeter mit dem Fein Multimaster und Steinblatt. Dieser letzte Zentimeter dauert am längsten und ist am wichtigsten: Bleibt der Estrich dort auch nur wenige Millimeter verbunden, reißt es genau an dieser Stelle.
- Zweimal PU Siegel. Fuge abkleben und mit PU-Dichtstoff (beste Lösung) oder Neutralsilikon schließen. Beides gibt es im HERKULES-Farbton.
Was schiefgeht
- Wochen zwischen Schließen und Einschneiden: Der Estrich arbeitet, der Riss sucht sich einen anderen Weg.
- Fuge nicht bis an den Rand durch: Abplatzung oder Riss neben der Fuge.
- Silikon mit dem Gummiabzieher abgezogen statt abgeklebt: Der Rand wird hauchdünn und reißt nach wenigen Wochen.
- Metall-Fugenprofile: stören die Optik, machen Probleme mit den Höhen, und beim Schleifen gelangt Metallabrieb auf den Boden. Nicht empfohlen.
Siehe auch Randdämmstreifen.
Ausführlich: Untergründe, Abdichtung nach DIN 18534, Werkzeug, Verarbeitung und die häufigsten Fehler an einer Stelle – HERKULES-Leitfaden auf einhornwerke.de.
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