Verarbeitungsvarianten
- Universal Primer + 2× HERKULES M + 2× PU Siegel
- Universal Primer + 2× HERKULES MX + 2× PU Siegel
- Universal Primer + 2× HERKULES Nero + 2× PU Siegel
- Universal Primer + 2× HERKULES M + 1× HERKULES S + 2× PU Siegel
- Universal Primer + 2× HERKULES MX + 1× HERKULES S + 2× PU Siegel
- Universal Primer + 1× HERKULES M + 1× HERKULES MX + 1× HERKULES S + 2× PU Siegel
HERKULES S kann für einen wolkigen Effekt auch zweifarbig verarbeitet werden. Im Nassbereich gehört unter jeden Aufbau eine Verbundabdichtung – siehe Duschabdichtung.
Körnungen
HERKULES S fein, HERKULES MX mittel, HERKULES M grob, HERKULES Nero mit schwarzem Marmorsand. Je gröber das Korn, desto härter die Oberfläche. HERKULES M erreicht ohne Versiegelung die Rutschhemmung R12.
Verbrauch
Je Lage in Kornstärke: HERKULES M ca. 0,56 kg/m² (zwei Lagen ca. 1,12 kg/m²), HERKULES MX ca. 0,45 kg/m² (zwei Lagen ca. 0,90 kg/m²), HERKULES Nero ca. 1,20 kg/m² (zwei Lagen ca. 2,40 kg/m²), HERKULES S als Decklage ca. 0,21 kg/m². Ecken und Nischen erhöhen den Verbrauch; wer dicker aufträgt, braucht mehr Material und längere Trocknung.
Material vorbereiten
Gründlich aufrühren, am besten umtopfen – Pigmentpaste sitzt am Rand und am Boden. Farbton vor dem Verspachteln am Gebinde prüfen; spätere Reklamation ist ausgeschlossen. Immer ein Muster anlegen und beschriften (Produkt, Farbton, Aufbau).
Verarbeitung
- Grundieren mit Universal Primer. Bei stark saugenden Untergründen 1× verdünnt und 1× pur. Trocknungszeit ca. 3 Stunden.
- Erste Lage HERKULES in Kornstärke flächig aufspachteln – mit flexiblem Werkzeug, auf großen Flächen mit dem breiten Flächenspachtel. Verarbeitungszeit an der Fläche ca. 15–20 Minuten: große Flächen zu zweit (auf halber Strecke die Seiten tauschen) oder mit großem Werkzeug, Flächen nach Bauteilen trennen, im Bad gegenüberliegende Wände zusammen. Die erste Lage muss nicht schön sein, aber frei von Graten. Trocknung bei 15 °C ca. 5 Stunden, bei 25 °C ca. 3 Stunden.
- Zweite Lage HERKULES in Kornstärke (bei S als Decklage: dritte Lage). Ecken sauber spachteln – „später schleifen“ führt zu gelben Ecken.
- Nach ca. 48 Stunden schleifen – wenig und gleichmäßig, 120er Papier. Wer zu viel schleift, legt den gelblichen Sand frei. Maschine nicht auf der Fläche starten oder stoppen. Absaugen und mit Staubbindetüchern reinigen, neu abkleben. Ab jetzt saubere Kleidung und Schuhe – Kabel, Saugerrollen und Abdeckvlies hinterlassen Spuren, die der Lack sichtbar macht.
- Zweimal PU Siegel. Liegt zwischen den beiden Schichten mehr als 48 Stunden, vollflächig matt schleifen.
- Voll belastbar ist der gesamte Aufbau 3 Tage nach der letzten Schicht PU Siegel. In den ersten drei Tagen nicht feucht wischen.
Werkzeug
Flexible Glättkelle oder Flächenspachtel, für Böden etwa 80 cm breit; das kleine Werkzeug ist für Musterplatten. Die Kelle prägt die Optik: HERKULES M mit dem Edelstahlglätter lebhafter, mit der Kunststoff-Flexkelle ruhiger; HERKULES S mit Kunststoffglätter oder Metallkelle. Werkzeug mit dem Werkzeugreiniger reinigen – auch getrocknet; Kelle nach 10–20 m² in einen flachen Deckel mit Reiniger legen, nach zehn Minuten abwischen. Der Reiniger gehört nicht auf die Fläche und nicht ins Material.
Ansätze, Ecken, Treppen
Einen Ansatz an der angezogenen Kante mit destilliertem Wasser nur leicht annebeln. Ecke Boden/Wand: Klebeband an die Gegenfläche, ca. 2 mm Abstand, spachteln, Band abziehen. Treppen versetzt spachteln – erst jede zweite Stufe, dann die übrigen; Kanten stärker runden, viel Material in die Kante, glatter Strich, dann von der Kante weg arbeiten. Keine Metallschiene an der Treppenkante.
PU Siegel auftragen
Anmischen nach Merkblatt, zehn Minuten reifen lassen, umtopfen, nur so viel wie in der Topfzeit verbraucht wird. Wand: satt rollen mit Mikrofaserwalze, mindestens 8 mm Flor – keine Schaumstoffrolle. Boden: ausgießen und mit dem Kunststoffglätter abziehen. Pinsel und Rolle nass in nass, ein Bauteil in einem Zug. Zweite Schicht am sichersten über Nacht; Trocknung mit der Hand prüfen und eine Stunde Sicherheit zugeben. Lüften ohne Durchzug, keine direkte Sonne; bei heiß-feuchtem Klima trocknet PU nicht und wird gelb, dann weiß.
Verarbeitungsbedingungen
Während der gesamten Verarbeitungs- und Trocknungszeit 15–30 °C (Werkstoff, Untergrund, Luft) und 30–75 % relative Luftfeuchte. Solange kein Lack auf der Fläche ist, lässt sich jederzeit eine weitere Lage auftragen.
Ausführlich: Untergründe, Abdichtung nach DIN 18534, Werkzeug, Verarbeitung und die häufigsten Fehler an einer Stelle – HERKULES-Leitfaden auf einhornwerke.de.
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