Auf einen Blick: Kalkputz wird "gerieben" (mit Reibebrett/Schwamm) im "lederharten" Zustand — typisch 4–8 Stunden nach Auftrag. Der Putz ist noch leicht eindrückbar, klebt aber nicht mehr. Reiben erzeugt gleichmäßige Oberfläche und feine Struktur. Standardtechnik im Innenputz-Bereich.
Wesentliche Fakten
Reiben ("Filzen", "Abreiben") ist eine Endbearbeitungs-Technik im "lederharten" Zustand des Kalkputzes — Fingerabdruck noch eindrückbar, aber Material klebt nicht mehr am Finger. Zeitfenster meist 4–8 Stunden nach Auftrag, je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lagendicke. Werkzeug: Filzbrett, Schwammbrett oder Reibescheibe Holz. Effekt: gleichmäßige Struktur, fein-matte Oberfläche.
Zeitfenster richtig erkennen
Test 1: Fingerabdruck-Test — Finger leicht andrücken, sollte minimal eindrücken, aber sauber abkommen. Test 2: Reibebrett-Test — leicht kreisend reiben, Material soll sich anreiben lassen, aber nicht abplatzen. Bei warmem Wetter Zeitfenster kürzer (3–5 h), bei kühlem länger (8–12 h).
Technik
Reibebrett mit Wasser leicht anfeuchten. In kreisenden Bewegungen über die Wand führen, gleichmäßiger Druck. Material wird leicht angereibt, feine Partikel verteilen sich. Ergebnis: matte, samtige Oberfläche mit fein-strukturierter Optik. Bei zu starkem Druck Riefen.
Häufig gestellte Fragen
Wann reiben?
Lederharter Zustand, 4–8 h nach Auftrag.
Wie erkennt man?
Finger eindrückbar, klebt nicht mehr.
Mit was?
Filzbrett oder Schwammbrett, leicht angefeuchtet.
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