Auf einen Blick: Sichtbeton-Güteklassen nach DIN 18217: SB1 (einfach), SB2 (normal), SB3 (hoch), SB4 (höchste). Klassen unterscheiden sich in Ebenheit, Porigkeit, Farbgleichheit, Schalhauterhalt. Höhere Klasse = teurer + sorgfältigere Verarbeitung. SB3 typisch für repräsentative Architektur.
Wesentliche Fakten
Sichtbeton-Güteklassen DIN 18217 / Merkblatt Sichtbeton (DBV/VDZ): vier Stufen mit steigenden Anforderungen. SB1 — einfache Anforderung, vor allem Industrie/Tiefbau. SB2 — normale Anforderung, Standard für viele Bauten. SB3 — hohe Anforderung, repräsentative Architektur (Museen, Hotels, Premium-Wohnen). SB4 — höchste Anforderung, individuelle Sondervereinbarung. Klassen-Kriterien: Textur (Schalhauterhalt), Porigkeit (max. Lunkergröße), Farbgleichheit, Ebenheit der Fläche, Übergänge an Arbeitsfugen.
Kriterien im Detail
Textur SB1–SB4: zunehmend gleichmäßig, mit weniger sichtbaren Schalungs-Markierungen. Porigkeit SB1: bis 6 cm² Anhäufungen erlaubt, SB4: max. 0,3 cm². Farbgleichheit: SB1 leichte Wolkenbildung erlaubt, SB4 sehr gleichmäßig. Ebenheit: nimmt linear zu. Arbeitsfugen: SB1 sichtbar erlaubt, SB4 nahezu unsichtbar.
Kosten und Anwendung
SB1: 200–280 €/m². SB2: 250–350 €/m². SB3: 350–450 €/m². SB4: 450–600+ €/m². Bei Beton-Optik-Spachtel (Wand-Renovation): keine Güteklasse, da reine Beschichtung. Optisch wird oft SB3-Niveau angestrebt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Sichtbeton-Klassen?
SB1–SB4 nach DIN 18217.
Wo SB3 typisch?
Repräsentative Architektur — Museen, Hotels.
Beton-Optik-Spachtel auch Klasse?
Nein — Spachtel, keine Güteklasse.
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